Vor(her)sicht!

Wir werfen einen kleinen Stein in den Teich. Es entsteht eine kleine Fontäne, an der wir uns erfreuen. Vielleicht werfen wir einen größeren Stein hinterher. Wieder spritzt das Wasser auf. Wie wäre es, mal den Wacker da hinten reinzuschmeißen? Wir werfen ihn mit aller Kraft und sehen eben noch einen Kopf aus dem Wasser auftauchen, bevor unser Wacker genau dort niedergeht. Pech, oder?

Wir wählen einen Spaßvogel, der einen ungeheuren Medienrummel verursacht und uns das Gefühl gibt, alles anders, frisch und vor allem besser als die Berufspolitiker zu machen. Und dann geraten die Dinge genau so aus den Fugen wie bei dem kleinen Kind, das leider kurz nach dem Auftauchen tödlich von einem Wacker getroffen wurde. Von dem Wacker, den wir geworfen haben.

In den Vereinigten Staaten von Amerika hat gerade der vor 4 Jahren gewählte Spaßvogel gezeigt, was für ein Horrorclown er wirklich ist. Pech, oder?

All dies sind tragische Entwicklungen, die niemand vorhersehen konnte. Warum musste denn das blöde Kind ausgerechnet dort tauchen? Und warum musste das blöde Corona-Virus ausgerechnet so heimtückisch sein, dass es sogar den größten Dealmaker aller Zeiten aus dem Amt trieb? Ich glaube tatsächlich, dass es die narzisstische Reaktion eines geistesschwachen notorischen Selbstüberschätzers war, die verhinderte, dass die USA eine angemessene Reaktion auf Corona entwickeln konnten. Was soll so ein kleines Virus einem so mächtigen Mann anhaben können? Mit seiner Turbo-Genesung hat er – wie ein mieser Schachspieler – einen Zug gemacht, der ihn selbst in Sicherheit wiegen sollte, der ihn aber zum Preis von mehreren hunderttausend Toten schachmatt gesetzt hat und der ganzen Welt glasklar gezeigt hat, für wen der Präsident arbeitet: ausschließlich für sich und sein eigenes Wohl.

Immer noch Pech?

Ich denke eindeutig: NEIN! Handelt man – zumindest bei den wichtigen Entscheidungen im Leben – mit Vorsicht und hört nicht gleich bei der Kalkulation der ersten Variante auf („ein Stein erzeugt eine Fontäne, die hübsch anzusehen ist“), sondern überlegt, was sonst noch passieren könnte, dann kann man in den meisten Fällen das Schlimmste verhindern. Und dann wirft man eben keinen Stein ins Wasser; schließlich hätte es ja auch ein Tier treffen können. Und man wählt schon gar keine Populisten. Wir Deutschen haben diese Erfahrung schon einmal gemacht und wissen, wohin falsche Entscheidungen führen können. Die meisten jedenfalls.  Ausgenommen Faschistoide Demagogen.

Für alle, denen Schachspielen – das Vorausdenken mehrerer Aktionen und Reaktionen – nicht so liegt, gibt es ein einfacheres Rezept: denkt mit dem Herzen. Bringt ihr Liebe in die Welt, dann wird die Resonanz auf euer Handeln auch wieder positiv sein.

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