Der Plan

Wer diesen Blog besucht, will wissen, was dessen Ziel ist.

Das Ganze ist schnell erklärt.

Wenn unser Planet eine für Menschen, Tiere und Pflanzen l(i)ebenswerte Umwelt behalten soll, müssen wir aufhören, ihn auszuplündern.

Dazu müssen wir (vor allem aber diejenigen, für die unser Planet am meisten bluten muss) unsere Art zu leben ändern. Wenn genügend Menschen anders leben, hat der Planet eine Chance.

Wie bringt man Menschen dazu, anders zu leben?

Man fängt am besten selbst an, seinen Überzeugungen entsprechend zu leben und fragt immer wieder, ob diese Art zu leben auch für andere attraktiv sein könnte.

Die entscheidende Größe für unser heutiges vermeintlich gutes Leben ist der rauschhafte Konsum, der in den früh industrialisierten Ländern als Sinn und zentraler Inhalt des Lebens propagiert wird. Wirtschaftswachstum braucht Konsum und verbraucht immer mehr Ressourcen. Wenn unser Wohlbefinden ausschließlich von diesem Konsum abhinge, würde es kein gutes Leben im Einklang mit einer nachhaltigen Existenz geben können. Ich bezweifle aus eigener Erfahrung, dass ein gutes Leben diese Art von Konsum benötigt.

Ich will daher einen anderen Lebensstil empfehlen, der mehr auf Lebensqualität als auf Konsum abstellt. Die zentrale Frage in diesem Blog ist daher, wie das geht, mit reduziertem Konsum ein erfülltes Leben zu führen.

Haben wir diese Frage beantwortet, schließt sich gleich die nächste an: wie bringen wir möglichst viele andere Menschen dazu, es uns gleich zu tun? Damit die Änderungen im Lebensstil Wirkung für die Umwelt zeigen, müssen wir viele werden, sehr sehr viele!

Und was macht die Wirtschaft, wenn viele Menschen ihren Konsum reduzieren?

Sobald man aufgeklärten Menschen vorschlägt, ein gutes Leben jenseits eines überbordenden Konsums zu führen, machen sie sich Sorgen um die Wirtschaft, deren Wohlergehen immer mit dem Wohlstand für alle in Zusammenhang gebracht wird („Die Arbeitsplätze gehen verloren!“). Leider hat sich im Kopf vieler Menschen bereits die Funktion der Wirtschaft, Menschen zu versorgen, umgekehrt in die Pflicht der Menschen, die Wirtschaft durch Konsum zu versorgen. Wie entsetzlich! Denkt man dieses Konstrukt zu Ende, müssen wir alles Gekaufte möglichst schnell wieder wegwerfen, damit Neues produziert werden kann, das wir dann sofort kaufen und bald wieder wegwerfen etc.. Shoppen als Lebensinhalt ist leider eher die Regel als die Ausnahme. Wer aber will nur leben, um Müll zu produzieren? Oder in einer erstickenden Fülle von Produkten, die unmöglich alle genutzt werden können, dahinvegetieren, bloß um der Gefahr zu entgehen, sich auch mal mit sich selbst beschäftigen zu müssen? Ein Albtraum!

Tatsache ist: die Wirtschaft ist intelligent genug, um sich schnell neuen Gegebenheiten anzupassen. Auch der, dass wir keinen antiökologischen Schnickschnack mehr kaufen werden. BASTA!

Befreit von der Sorge, es könnte uns und der Wirtschaft schlecht gehen, und angetrieben von dem brennenden Wunsch, ein gutes Leben zu führen, fassen wir folgenden

Plan:

  1. Stelle dein Leben um auf einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck mit möglichst hoher Lebensqualität! Wie das geht, ist Thema der meisten Beiträge dieses Blogs.
  2. Veranlasse deine Mitmenschen, es dir gleich zu tun. Mach – wo immer es möglich ist – Werbung für das bessere Leben, ohne missionarisch aufzutreten! Überzeuge einfach durch die Lebensfreude deines neuen Lebensentwurfs! Mach einen Blog oder propagiere deine Überzeugungen in den sozialen Netzwerken!
  3. Unterstütze Aktionen, die für den Erhalt und Ausbau der Natur sind, und verhindere Natur-zerstörende Aktivitäten. Tue dies immer ohne Gewalt, denn diese würde das Ziel verraten, eine bessere Welt durch Überzeugung erreichen zu wollen. Auf viele der Aktionen, die von kleinen und großen NGOs durchgeführt werden, weist dieser Blog hin.

Und dann: leg los und mach mit!